Eberhard Steneberg, o.T., 1961, Öl auf Hartfaser, WKV 134

Eberhard Steneberg (1914–1996) verbrachte seine Jugend in Weimar, wo er mit Kunst und Kunsthandwerk des Bauhauses in Berührung kam. 1951 zog er nach Frankfurt und nahm sich ein Atelier in Sachsenhausen. Er machte sich vor allem als Kenner des russischen Konstruktivismus einen Namen, stand im Briefwechsel mit Wassily Kandinsky und vielen anderen Künstlern der Abstraktion. Steneberg organisierte 1959 im Karmeliterkloster die Ausstellung „Beitrag der Russen zur Modernen Kunst“, die Künstlerinnen und Künstlern der Russischen Avantgarde vereinte. Stenebergs fulminante Fachkenntnisse erregten die Aufmerksamkeit Will Grohmanns. Es erschienen die Bücher „Russische Kunst Berlin 1919–1932“ (1969) und „Arbeitsrat für Kunst 1918–21“ (1987). Für Hanna Bekker vom Rath und andere arbeitete er auch als Kunstrestaurator. Sein eigenes malerisches Werk zeigt die Nähe zum Konstruktivismus und zu Robert Delaunay und dem Orphismus. Seine langjährige Galeristin Hanna Lambrette gründet 2007 den Verein FMXX, der sich besonders um die Pflege des Nachlasses von Eberhard Steneberg kümmert. Die Galerie zeigt Werke aus den 50er und 60er Jahren.