Foto: © Mara Eggert

Hanna Bekker vom Rath

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Die GALERIE HANNA BEKKER VOM RATH trägt den Namen ihrer Gründerin.

Hanna Bekker vom Rath (1893–1983), die selbst Mal- und Zeichenunterricht bei Ottilie von Roederstein, Ida Kerkovius und Adolf Hoelzel erhielt, war eine passionierte Kunstkennerin und Kunstförderin, die den von den Nationalsozialisten verfemten und verfolgten Künstlern zunächst geheime Ausstellungsmöglichkeiten geboten hatte. In den Jahren zwischen 1940 bis 1943 lud sie zu heimlichen Ausstellungen verfemter Künstler in ihre Berliner Atelierwohnung in der Regensburger Straße 34.

Zwei Jahre nach Kriegsende eröffnete das Frankfurter Kunstkabinett im Mai 1947 in der Frankfurter Kaiserstraße, wenig später zog es an den Börsenplatz, wo es über die Jahre zu einer Institution des Frankfurter Kunstlebens wurde.

Hanna Bekker vom Rath war Freundin und Förderin von Ida Kerkovius, Karl Schmidt-Rottluff, Alexej von Jawlensky, Ludwig Meidner, Oskar Kokoschka, Ernst-Wilhelm Nay und anderen.

In den Archivaufzeichnungen finden sich zahlreiche große Namen der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts: Eduard Bargheer, Eduardo Chillida, Otto Dix, HAP Grieshaber, Max Ernst, David Hockney, Käthe Kollwitz, Wifredo Lam, Gerhard Marcks, Gabriele Münter, Pablo Picasso, Antonio Saura, Walter Stöhrer, Mark Tobey, Fritz Winter und natürlich Max Beckmann, Erich Heckel, Alexej v. Jawlensky, Ida Kerkovius, Ernst Ludwig Kirchner, Oskar Kokoschka, August Macke, Otto Mueller, Ernst Wilhelm Nay, Emy Roeder, Christian Rohlfs, Karl Schmidt-Rottluff und viele andere.

Nach Beendigung der Galerietätigkeit des Frankfurter Kunstkabinetts Hanna Bekker vom Rath im Jahr 2015 wird die Galerie Hanna Bekker vom Rath 2016 neu gegründet.

Mit der Übernahme des Namens kann an die fast 70-jährige Tradition des Kunstkabinetts angeschlossen werden. Durch die Verbindung zum Kunst- und Auktionshaus Döbritz zeigt die Galerie neben dem gewohnten Programm der klassischen Moderne in der Tradition Hanna Bekker vom Raths auch immer wieder Werke aus interessanten Nachlässen von Künstlern, die in der letzten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden sind und die es noch zu entdecken gilt.