Florian Köhler, Interieur, 1968, Dispersion, Acryl auf Leinwand, 95 x 100 cm

Florian Köhler, Interieur, 1968, Dispersion, Acryl auf Leinwand, 95 x 100 cm

Biographie

1935
Geboren am 28. Januar in Frankfurt am Main

1954
Reise nach Madrid, Toledo, Spanien und nach Portugal

1955/56
Schüler bei Prof. Theo Garve, Abendschule des Städel, Frankfurt am Main;
Volontariat in der Schriftgießerei Klingspor, Offenbach am Main

1956 – 1957
Studium u.a. bei Prof. Heinz Battke an der Städelschule Frankfurt am Main

1957 – 1963
Studium u.a. bei Prof. Erich Glette an der Kunstakademie München

1958
Studienaufenthalt auf der Insel Giglio, Italien (mit Max Ackermann, Menke, Heino Naujoks u.a.)

1959
Gründung der Gruppe WIR mit Helmut Rieger und Heino Naujoks, München
Mit Heino Naujoks Teilnahme an der „Schule des Sehens“ von Oskar Kokoschka
Reise mit Kokoschka und den Studierenden nach Wien
Aufbau enger Kontakte in der Münchner Kunstszene, u.a. Otto van de Loo und Hans Platschek
Diskussion der Veröffentlichung von Platschek: „Neue Figuration“, München 1959 (Piper)
In der 1970er Jahren trifft Köhler in Hamburg wieder auf Platschek, in den 1980ern freundschaftlich enge Kontakte (über Studio Galerie, Galerie von Loeper)

1964 – 1965
Zusammenarbeit der Gruppen SPUR und WIR, München
Herausgabe der Zeitschrift SPUR-WIR, München (Köhler)
Reise mit Heino Naujoks durch Spanien und Portugal in einem Fiat 500
August 1965 fahren SPUR/WIR im August nach Basel, Auseinandersetzung im dortigen Völkerkundemuseum mit den Malangganen aus Nordirland

1966
Zusammenschluss der Gruppen WIR und SPUR zur Gruppe GEFLECHT, München
Herausgabe der Zeitschrift GEFLECHT, München (Köhler)
Fahrt von GEFLECHT im September nach Berlin zur Ausstellung „Labyrinthe“, Akademie der Künste. In den Gruppen gelesene und diskutierte Literatur, nach Anne Köhler: Mitscherlich (Unwirtlichkeit der Städte), Platschek (Neue Figuration), Wilhelm Reich (sexuelle Befreiung), Jakob Levy Moreno (Gruppendynamik, Psychodrama).

1967
Im Januar Reise von GEFLECHT nach Paris, Besuch von Jaqueline de Jong
Im Mai fährt GEFLECHT nach Freiburg

1968
Fahrt von GEFLECHT nach Köln zum Kunstmarkt.
Fahrt der Gruppe zur documenta IV. Anne berichtet, dass besonders die Pop-Art von Interesse war, Warhol, Wesselmann, Oldenburg. Intensive Diskussionen um die Produktion von Bildern und Siebdrucke, Bachmayer dagegen, Köhler und Naujoks dafür.
Eröffnungsausstellung der Gruppe GEFLECHT in der Forum Galerie Van de Loo, München
Auflösung der Gruppe GEFLECHT

1969
Wechsel nach Hamburg zusammen mit Anne Köhler. Arbeitsaufnahme Anfang Oktober in der gemeinsamen Wohnung Dorotheenstr. 143.

1970
Preisträger „Junge Kunst in Hessen“.
Heirat mit Anne Köhler

Anfang/Mitte der 1970 Jahre: Mitglied der „Gruppe Montag“ mit Adresse in der (Adam Jankowski, Tomislav Laux, Florian Köhler, Dieter Rühmann, aus dieser Zeit ein Brief „RE-AKTION“ an die Leitung der dokumenta V, Harald Szeemann, Besitz als Offsetdruck in der Albertina, Wien, INV.Nr.: DG2004/8747, Abb.). Enge Arbeitskontakte zur Hamburger „Gruppe Werkstatt“ (bes. Christoph Krämer, Jürgen Hockauf) und zu Studierenden des Kunsthistorischen Instituts der Universität Hamburg, Seminare von Klaus Herding (bes. Martin Deppner, Waltraud Brodersen, Klaus Haubner, Rosi Huhn, Claus Mewes).
Engagiert in der Anti-Atomkraftbewegung (Brokdorf)

1974 – 2013
Mitglied des Berufsverbandes bildender Künstler Hamburg.

1990
Erste längere Reise auf die Ile d’Oléron, Südwestfrankreich, seitdem zahlreiche Aufenthalte im dortigen Mietatelier in La Chefmalière, Côte Sauvage.

1996
Gastprofessor der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg, Pentiment (Malerei)

2013
Gestorben am 7. August in Hamburg