KARL KUNZ

Karl Kunz 1961 im Atelier in der Merianstraße 35 (Foto: Dominique Dumoulin)

Karl Kunz (1905–1971) musste sein an der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein/Halle begonnenes bildnerisches Berufsleben aufgrund des ihm von den Nazis auferlegten Mal­verbots unterbrechen. Er malte heimlich, verlor aber durch einen Bombenangriff 1944 den größten Teil seines Frühwerks. 1950 zeigte Hanna Bekker vom Rath ihn in ihrem Frankfurter Kunstkabinett in einer Ausstellungsübernahme aus der Münchener Villa Stuck. 1957 mietete Kunz in Frankfurt am Main ein Atelier an der Merianstraße. In den Frankfurter Jahren bis zu seinem Tod entstand mehr als die Hälfte seines OEuvres. Die Galerie zeigt Werke dieser Zeit aus dem Nachlass, zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Lebensdaten Karl Kunz

1905 geboren am 23. November in Augsburg
1919-1921 Privatunterricht bei den Maler Gustav E. Schmidt in Augsburg
1921-1927 autodidaktische Weiterbildung in München
1927-1930 freischaffender Künstler in Berlin,
Teilnahme an der „Juryfreien Kunstschau“ 1928 und 1929
1930-1933 Meisterschüler und Assistent bei Professor Erwin Hahs an der Kunst­gewerbeschule Burg Giebichenstein in Halle/Saale
1933 Entlassung, Verhaftung und Malverbot als „entarteter Künstler“
1934 Rückkehr nach Augsburg,
Übernahme der elterlichen Fournierhandlung
1939-1945 eingezogen zum „Sicherheits- und Hilfsdienst“ in Augsburg
1944 Zerstörung des Elternhauses und damit des fast gesamten künstlerischen OEuvres bei einem Bombenangriff
1945 Neubeginn als freischaffender Künstler
1947-1949 Lehrer in der staatlichen Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken
1951 1. Domnick-Preis (2. Preis: Fritz Winter, 3. Preis: Rupprecht Geiger)
1953 Übersiedlung nach Weilburg in Hessen
1954 Teilnahme an der Biennale in Venedig
1957 Atelier in Frankfurt am Main
1959-1960 Gastdozent an der Staatlichen Schule für Kunst und Handwerk
in Saarbrücken
1969 Ehrenaufenthalt in der Villa Massimo in Rom
1971 gestorben am 22. Mai in Frankfurt am Main

Arbeiten von Karl Kunz befinden sich unter anderem in folgenden
Museen, Stiftungen und Sammlungen:

  • Museum der bildenden Künste, Leipzig
  • Kunstmuseum Moritzburg, Halle (Saale)
  • Von der Heydt-Museum, Wuppertal
  • Neue Nationalgalerie, Berlin
  • Museum Folkwang, Essen
  • Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München
  • Kunstsammlungen und Museen Augsburg
  • Städel Museum, Frankfurt am Main
  • Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg
  • Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen
  • Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft, Freiburg im Breisgau
  • Pfalzgalerie, Kaiserslautern
  • Saarlandmuseum, Saarbrücken
  • Oberhessisches Museum, Gießen
  • MdM, Museum der Moderne, Salzburg
  • Städtische Kunstsammlungen Darmstadt
  • Hessisches Landesmuseum, Darmstadt
  • Domnick-Stiftung, Nürtingen
  • Sammlung Benetton, Mailand
Stillleben mit Tonkrügen, 1961, Öl auf Hartfaser, 130 x 100 cm
Ohne Titel, 1961, Bleistift auf Papier, 64 x 50 cm, signiert
Ohne Titel, 1961, Bleistift auf Papier, 64 x 50 cm, signiert
Ohne Titel, 1961, Bleistift auf Papier, 64 x 50 cm, signiert
Ohne Titel, 1961, Bleistift auf Papier, 64 x 50 cm, signiert
Ohne Titel, 1961, Bleistift auf Papier, 64 x 50 cm, signiert
Ohne Titel, 1961, Bleistift auf Papier, 64 x 50 cm, signiert
Ohne Titel, 1961, Bleistift auf Papier, 64 x 50 cm, signiert
Ohne Titel, 1961, Bleistift auf Papier, 64 x 50 cm, signiert
Anatomie, 1964, Öl auf Hartfaser, 170 x 120 cm
Ohne Titel, 1961, Bleistift auf Papier, 64 x 50 cm, signiert
Ohne Titel, 1961, Bleistift auf Papier, 64 x 50 cm, signiert
Ohne Titel, 1961, Bleistift auf Papier, 64 x 50 cm, signiert
Ohne Titel, 1961, Bleistift auf Papier, 64 x 50 cm, signiert