Peter Engel
Peter Engel
Peter Engel (1944−2014) studierte von 1964 bis 1967 bei Johannes Schreiter an der Frankfurter Städelschule und war ebendort ab 1974 fast zwanzig Jahre lang Lehrbeauftragter für Maltechnik. 1980 übernahm er die künstlerische Leitung der Städelabendschule. Im Mittelpunkt dieser Einzelausstellung steht das Frühwerk des Künstlers, das gegenständliche und abstrakte Malweise verbindet.
Der 1944 in Birstein geborene Peter Engel begann nach einer Lehre als Offsetdrucker mit Unterrichtsstunden in Porträt und Aktzeichnen bei dem früheren Beckmann-Schüler Walter Hergenhahn an der Städelabendschule, die damals noch im Frankfurter Westend Räume unterhielt. 1964 nahm Engel sein Studium an der Städelschule bei Johannes Schreiter auf. Mit dem 34-jährigen Professor, der im Jahr zuvor an die Hochschule berufen worden war, hatte sich das Kollegium an der Städelschule deutlich verjüngt. Schreiter gewährte Freiheit beim künstlerischen Arbeiten der Studierenden. Nichtsdestotrotz war die Akademie in jener Zeit geprägt von kleinen Klassen und wenig Weltläufigkeit.
Über die internationale Kunstszene informierte sich Peter Engel in der Zeitschrift „Das Kunstwerk“, wie sich Engels langjähriger Freund, der ebenfalls von der Galerie Hanna Bekker vom Rath vertretene Künstler Erich Werner, erinnert. Das intensive Interesse, das Engel für die moderne US-amerikanische Kunst empfand, insbesondere für Robert Rauschenberg und Claes Oldenburg, spiegelt sich in den von der Galerie gezeigten frühen Werken aus der Zeit um 1965 bis 1967. Sie zeugen von den mit Leidenschaft verarbeiteten vielfältigen Inspirationen. Schriftfragmente, Anklänge an Hard Edge Painting wie auch Elemente der Informellen Malerei lassen sich in den Bildern entdecken. Eine grüne Kreisform mag die Target-Motive Jasper Johns zitieren, der neben Rauschenberg als ein Wegbereiter der Pop-Art gilt. David Hockney war eine „Zielfigur“ für Peter Engel, wie sich Erich Werner erinnert. So reiste Engel 1967 nach Großbritannien und machte Bekanntschaft mit dem Künstler und auch mit Mark Lancaster. Dieser England-Aufenthalt führt zu einem Wandel im Werk des Künstlers. Alltagsmotive wie Tennisschläger und Motorradlenker weisen auf diese nächste Werkphase hin, in der sich Peter Engel den Dingen und damit einer konsumkritischen Pop-Art zuwenden sollte.









